Kurt Müller – Ein Bergurlaub mit “störrischen" Folgen

Eigentlich wollte der österreichischen Alpinist Kurt Müller aus Vorarlberg nur bergsteigen und klettern, als er vor fast 60 Jahren zusammen mit seinem Lehrerkollegen Wilhelm von Doderer in den Ferien nach Korsika reiste. Doch dann verliebte er sich in die beeindruckende Bergwelt der Insel mit ihrer großartigen Natur, dem milden Klima und den 20 gewaltigen Zweitausendern. Ein Jahr später fuhr er wieder hin. nahm noch ein paar Freunde mit, dann noch ein paar mehr. Geschlafen wurde in Zelten, die Verpflegung war denkbar einfach. die Begeisterung bei den Bergsportlern des Alpenvereins groß.

Irgendwann pachteten Müller und von Doderer bei Calvi ein Grundstück, parkähnlich, nicht weit vom Strand entfernt, und setzten ein paar kleine, einfache Bungalows darauf. Das Feriendorf „Zum störrischen Esel“ war geboren.

 

Der begeisterte Alpinist beendete seine Beamten-Laufbahn als Lehrer, um sich mit voller Kraft seinem Herzens-Projekt auf der Mittelmeerinsel zu widmen. Leben in und mit der Natur – das war das Konzept, ist es noch immer.  

 

"Natürlich haben mich viele für verrückt erklärt,

die sicherer Beamten-Laufbahn aufzugeben“, erzählt der rüstige 82-Jährige. „Aber trotz aller Unkenrufe hat’s funktioniert, und ich habe es nicht einen Tag bereut.“

Die Ferienanlage ist außerordentlich beliebt – obwohl, oder gerade weil die Bungalows und Dauer-Zelte nach wie vor spartanisch eingerichtet sind, ohne TV, ohne Internet. Der Komfort dieser Anlage ist die Schönheit der Natur, die Gastfreundschaft, das professionelle Angebot von Bergtouren, Mountainbike-Ausflügen und Wanderungen. Ein bisserl was hat sich natürlich auch hier im Laufe der Jahre verändert. Es gibt z. B. jetzt einen Swimmingpool in der Anlage, und ein Restaurant mit erstklassiger Küche hat die Gulaschkanone von einst ersetzt. Seit Mai 2018 sorgt sogar der Sterne- und Hauben-Koch Reinhold Thalhammer für das leibliche Wohl der Gäste.

Kurt Müller verbringt immer noch viel Zeit in seinem geliebten Feriendorf, das inzwischen von Sohn und Schwiegertochter verwaltet wird. Der Senior ist der gute Geist der Anlage. Zusammen mit seiner Frau Grete, die auch gerne mal die Wanderstiefel schnürt, mit Gästen eine Klippenwanderung unternimmt und jeden Grashalm auf der Insel zu kennen scheint. Ob Rote Zistrose, Myrte, Stechginster oder Immortelle – Grete Müller ist mit jeder Pflanze per Du.  

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0